Eröffnung einer Schuloase – eine Auszeit für die Seele

Neues von der Schulpastoral: Am 1.7.2026 wurde die Schuloase an der Salier Realschule in Waiblingen feierlich eingeweiht. Geladen waren viele Gäste, die die Verwirklichung des Projekts möglich gemacht haben. Aber auch zufällig alle Reli-Kräfte vom Dekanat Rems-Murr, die sich an diesem Nachmittag zu einer Dienstbesprechung im Schülercafé trafen. Bei kalten Getränken und einem Imbiss wurde dieser besondere Ort dann gemeinsam gefeiert.

Ein Ort, der weit mehr ist als ein schön gestalteter Innenhof. Er ist ein Ort der Begegnung, der Entwicklung und ein echter Place to be für die gesamte Schulgemeinschaft. Hier können Schülerinnen und Schüler miteinander ins Gespräch kommen oder zur Ruhe finden, um sich ganz bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. In einer Zeit, in der der Schulalltag häufig von Hektik und Leistungsdruck geprägt ist, schafft diese Oase einen Raum für Achtsamkeit, Gemeinschaft und innere Ruhe. Sie lädt dazu ein, die Verbindung zur Natur und zur Schöpfung wieder bewusst wahrzunehmen. Auch an einen möglichen Rückzugsbereich, der später dann mal als Sichtschutz dienen soll, wurde gedacht. Mit Auszubildenden der Partnerfirma Schnaithmann bauten die Schülerinnen und Schüler ein Geodrom, nach der Idee des Winterbacher Landart-Künstlers David Klopp. Um die Metallkonstruktion, deren Form an ein Iglu erinnert, wurden Kletterpflanzen gesetzt, die mit der Zeit zu grünen Wänden werden. Ein weiterer Höhepunkt bildet ein erlebnisversprechender Barfußpfad inmitten der Schuloase, der die Sinne anregen und Natur unmittelbar erlebbar machen soll. Barfuß geht es über „kitzeligen Rindenmulch und kantigen Schotter, weichen Sand und harte Kieselsteine“ (Stuttgarter Zeitung, 01.07.2026). Daneben bietet ein Wildbienenhabitat vielen Insekten und anderen kleinen Lebewesen einen wertvollen Lebensraum und erinnert uns alle daran, dass wir Verantwortung für unsere Umwelt tragen. Selbst die Geschichte der Stadt Waiblingen ist Teil dieser Oase geworden: Die Steine und Säulen der ehemaligen Post am Waiblinger Postplatz erzählen von der Vergangenheit und verbinden sie mit der Gegenwart der Schule. Angestoßen wurde dieses Projekt von den Weltfairänderer der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dabei kommt ein junges Team mit Zelten an die Schule und macht über eine Woche auf Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und globales, solidarischen Handeln aufmerksam.
 
Wir möchten uns bei all denjenigen danken, die diese Schuloase möglich gemacht haben. Unser erster Dank gilt den Weltfairänderer von der BDKJ Wernau – stellvertretend Fr. Kleiner und Herrn Kofler – sowie der Landschaftsgärtnerei Deiß und ihrem Geschäftsführer Herrn Eberhardt. Sie haben den Mut gehabt, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern den Grundstein – oder besser gesagt den „grünen Fuß“ – für dieses Projekt zu legen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an den Künstler David Klopp für die Idee des Geodroms, das heute den Mittelpunkt unserer Schuloase bildet. Ebenso danken wir der Firma Schnaithmann – insbesondere Frau Weindorf, Herrn Kiss, Herrn Hergül und vor allem den Auszubildenden –, die mit großem Engagement gleich zwei KooBo-Projekte, das Geodrom und die Sitzbank, gemeinsam mit uns verwirklicht haben. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Techniklehrer Herrn Tekin, der diese Projekte auf schulischer Seite mit viel Herzblut begleitet hat. Ein herzlicher Dank geht außerdem an die Volksbank Waiblingen sowie an die Sparda-Bank. Durch ihre großzügige Unterstützung konnten die Bepflanzung und die weitere Gestaltung unserer Schuloase umgesetzt werden. Bedanken möchten wir uns ebenso bei unserem Schulseelsorger Herrn Rupp sowie bei unseren beiden Schuldekanen Frau Schiller und Herrn Lorenz, Sie haben dieses Projekt ideell und finanziell mit großem Engagement begleitet. Danke auch dem Elternbeirat und dem Förderverein der Salier-Realschule. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Konrektor Herrn Merkle. Mit außergewöhnlichem Engagement, viel Herzblut und großem persönlichen Einsatz hat er dieses Projekt in die Wege geleitet, vorangetrieben und schließlich gemeinsam mit vielen Beteiligten Wirklichkeit werden lassen. Sein unermüdlicher Einsatz und seine Begeisterung haben dazu beigetragen, dass aus einer Idee ein lebendiger Ort für die gesamte Schulgemeinschaft entstehen konnte- vielleicht eine Idee auch für andere Schule in unserem Dekanat.
Gerne begleiten, unterstützen und helfen wir jederzeit mit bei der Einrichtung von Räumen der Stille, Schuloasen oder ähnlichen Projekten.
 
Heinz Rupp (Dekanatsbeauftragter für Schulpastoral/Kirche und Schule) und Robert Merkle (Konrektor an der Salier-Realschule in Waiblingen)